Ehe und Trauung

Gottes Nähe in der Partnerschaft von Mann und Frau - Ehesakrament


Einen Menschen wirklich zu lieben, aus einem Ich und einem Du ein Wir entstehen zu lassen, das ist ein Prozess, der viel vom Menschen verlangt. Dafür gibt Gott die Zusage seines Dabeiseins.


Wenn Frau und Mann sich lieben, verbinden sie damit die Erfüllung ihrer tiefen Sehnsucht: nach Geborgenheit, nach Angenommensein auch in schwierigen Zeiten, nach lebendiger Beziehung nach dauerhafter Treue und nach unzerstörbarer Hoffnung selbst in Krisenzeiten.


Gott, der ja selbst die uneingeschränkte, bedingungslose Liebe ist, liegt am Herzen, dass diese Liebe zwischen Frau und Mann gelingt. Deshalb bietet er seine Hilfe an: "Das Ja, das ihr zueinander sagt, wird von meinem Ja, meinem Segen zu eurer Liebesgemeinschaft unterstützt und getragen. "
Das ist eine Aufgabe und Verheißung zugleich.

Was müssen wir bei der Vorbereitung der Trauung beachten?

Nehmen Sie bitte Kontakt mit dem Pfarrbüro auf: 040/ 77 20 64 oder Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

Zudem gibt es für Paare das Angebot einer kirchlichen Ehevorbereitung.

Die aktuellen Termine für die Seminare zur kirchlichen Ehevorbereitung der Katholischen Familienbildungsstätte Hamburg e.V finden Sie hier.

Katholische Familienbildungsstätte Hamburg e.V.

Bitte melden Sie sich, sobald Sie einen bestimmten Termin für Ihre Trauung in den Blick gefasst haben, um zu erfahren, ob die Trauung zum gewünschten Termin möglich ist. In der Regel finden die Traugottesdienste am Samstagnachmittag statt, es sind aber auch andere Termine denkbar.

Einer unserer Geistlichen wird sich bei Ihnen melden und Sie zu einem ersten Traugespräch einladen. Zunächst geht es um das Ausfüllen, des sog. Trauprotokolls, das zugleich die offizielle Anmeldung zur kirchlichen Trauung ist. Im weiteren Verlauf werden Sie miteinander den Ablauf der Feier besprechen. Häufig geschieht dies in einem zweiten Gespräch wenige Wochen vor der Trauung, wenn Ihre Planungen schon konkreter geworden sind.

Welche Voraussetzungen müssen für eine kirchliche Trauung erfüllt sein?

Die wichtigste Voraussetzung ist Ihre gegenseitige Liebe, aus der heraus Sie sich im Eheversprechen zu lebenslanger Treue und Achtung Ihres Ehepartners verpflichten. Da Sie sich an die katholische Kirche wenden, gehen wir davon aus, dass mindestens einer von Ihnen katholisch getauft und Mitglied der katholischen Kirche ist.

Die Ehe gilt der Kirche als Sakrament, wenn sie zwischen zwei getauften Christen geschlossen wird, also auch zwischen Christen unterschiedlicher Konfessionen. Eine kirchliche Trauung ist aber auch möglich, wenn einer der Partner ungetauft oder Mitglied einer anderen Religionsgemeinschaft ist, vorausgesetzt, er steht einer Trauung innerhalb eines christlichen Gottesdienstes positiv gegenüber.

Nach katholischem Verständnis kann ein einmal gegebenes Eheversprechen nicht rückgängig gemacht werden. Deshalb ist eine kirchliche Trauung in aller Regel nicht möglich, wenn einer der Partner bereits schon einmal eine Ehe eingegangen ist. Es gibt aber Einzelfälle, in denen die kirchliche Trauung doch gefeiert werden kann.

Sollten Sie hier Fragen haben, wenden Sie sich unbedingt vor der Planung der Trauung an das Pfarrbüro.

Bitte bringen Sie zum ersten Traugespräch einen Ledigkeits- und einen Taufnachweis mit. Als Katholik oder Katholikin wenden Sie sich dazu bitte an die Pfarrgemeinde, in der Sie getauft worden sind (auch, wenn diese sich im Ausland befindet) und bitten um einen „Auszug aus dem Taufregister". In diesem sind ggf. auch das Datum Ihrer Firmung und Ihr Ledigenstand

Christen anderer Konfessionen können in ihrer Tauf- oder auch Heimatgemeinde einen Taufnachweis erhalten. Für den Nachweis des Ledigenstandes können Sie auch einen amtlichen Auszug aus dem Melderegister mitbringen, wie Sie ihn für die standesamtliche Trauung benötigen. Können die genannten Dokumente von Ihnen nicht beschafft werden, besprechen Sie dies bitte mit dem Diakon oder Priester, der ihre Trauung betreut.

Zum Traugespräch benötigen wir zudem die Angabe des Datums der standesamtlichen Trauung und am Tag der Trauung den Nachweis über diese.

Für die Traugottesdienste stehen die Kirchen unserer Pfarrei zur Verfügung:

  • St. Maria, Museumsplatz 4,
  • St. Franz-Joseph,Reeseberg 10 und
  • St. Vinzenz, Lichtenauerweg 9.

Wir möchten in einer anderen Kirche oder an einem anderen Ort heiraten - was ist zu beachten?

Unabhängig vom Ort, an dem Sie heiraten, ist für die Vorbereitung zunächst Ihre Heimatgemeinde der erste Ansprechpartner, in diesem Fall also St. Maria - St. Joseph. Hier wird in der Vorbereitung gemeinsam das Trauprotokoll ausgefüllt. In aller Regel findet die Trauung auch in einer unserer Kirchen (s.o.) statt.

Sollten Sie in einer anderen katholischen Kirche heiraten wollen, benötigen Sie dazu eine Überweisung. In begründeten Ausnahmefällen kann auch die Trauung in einer Kirche einer anderen Konfession beantragt werden.

Sollten Sie im Ausland heiraten wollen, melden Sie sich bitte frühzeitig bei uns, da eine Überstellung ins Ausland eine etwas längere Zeit in Anspruch nimmt.

Bitte geben Sie bei der Anmeldung der Trauung den Namen und die Adresse der Kirche an, in der Sie heiraten werden, bei Auslandstrauungen auch das Bistum, in dem sich die Kirche befindet.

Welche Arten von Traugottesdiensten gibt es?

In der Regel geben sich die Ehepartner in einem Wortgottesdienst das Ja-Wort. Dieser Gottesdienst kann sehr feierlich, aber auch schlicht gestaltet sein und wird von einem Diakon oder Priester unserer Pfarrei geleitet.

Er umfasst eine Begrüßung, einen Verkündigungsteil (biblische Lesung und Ansprache), die eigentliche Trauung einen Abschlussteil mit Fürbitten, Vater Unser und Segen.

Der Gottesdienst dauert in der Regel ca. 45 Minuten und kann von Ihnen musikalisch recht freigestaltet werden, sofern es sich um deinen Gottesdienst angemessene Musik handelt.

Bei einer Trauung von zwei Katholiken kann die Eheschließung auch im Rahmen einer sog. „Brautmesse", d.h. innerhalb einer Heiligen Messe geschlossen werden. Diese Feier verdeutlicht besonders den Zusammenhang des christlichen Lebens in den Sakramenten, dessen zentrales die Eucharistiefeier ist. Die Feier der Hl. Messe setzt eine Vertrautheit des Brautpaars und der Gäste mit der sonntäglichen Feier der Hl. Messe voraus. Der individuellen Gestaltung sind durch die gottesdienstlichen Vorgaben Grenzen gesetzt.

Gibt es ökumenisch gestaltete Trauungen?

Bei einer Hochzeit von Brautleuten verschiedener Konfessionen ist von katholischer Seite die Beteiligung eines Geistlichen der anderen Konfession an der Trauung möglich und häufig auch ein gutes Zeichen gelebten christlichen Glaubens.

Bei der Vorbereitung einer ökumenisch gestalteten Trauung nehmen Sie bitte Kontakt zur entsprechenden Gemeinde des nichtkatholischen Partners auf. Bei der Trauung eines orthodoxen Christen ist die Mitgestaltung eines katholischen Priesters in der Regel nicht möglich.

Wie ist es mit der musikalischen Gestaltung?

Für die musikalische Gestaltung Ihres Gottesdienstes bieten wir Ihnen an, bei unseren OrganistInnen wegen ihres Termins anzufragen. Sollten Sie einen eigenen Organisten oder weitere Musiker beteiligen wollen, können Sie dies gerne tun.

Das Honorar für das Orgelspiel beträgt zur Zeit 50€, bei Beteiligung anderer Musiker, die eine vorherige Probe nötig machen, 75€.

Das musikalische Programm sprechen Sie mit dem Diakon oder Priester, der Ihre Hochzeit betreut, ab.

In unseren Kirchen finden Sie immer schon ein gewisses Maß an Blumenschmuck vor. Wenn Sie darüber hinaus etwas gestalten möchten, sprechen Sie mit dem Pfarrbüro ab, wann dies möglich ist. Den Blumenschmuck können Sie wieder mitnehmen, oder (bei Gestecken) auch in der Kirche lassen.

Darf während der Trauung fotografiert werden?

Sofern der Gottesdienst nicht gestört wird, dürfen Sie gerne Fotos oder Filmaufnahmen machen. Bitte beauftragen Sie im Interesse eines reibungslosen Ablaufs aber nur einen einzigen Fotografen. Bedenken Sie, dass Ihre Gäste nicht Zuschauer einer Zeremonie, sondern Teilnehmer eines Gottesdienstes sind, die durch ihr Mitwirken, ihr Beten, Singen und Antworten an diesem Geschehen Anteil nehmen sollen.

Hinweis zu Trauungen in unseren Kirchen

Wir möchten Sie darauf hinweisen, dass das Streuen von Plastik- und Papierblüten sowie Reis und sonstigen Utensilien nicht gestattet ist, da es entweder Ungeziefer anlockt oder nicht verrottet, sondern die Umwelt belastet. Bitte weisen Sie Ihre Gäste darauf hin. Echte Blütenblätter dürfen benutzt werden, allerdings nur, wenn diese von der Hochzeitsgesellschaft wieder beseitigt werden. Treffen Sie dazu bitte eine Absprache mit unseren Küstern.