Geschichte

Die Pfarrei St. Maria - St. Joseph ist mit ca. 11.000 Gläubigen eine große Gemeinde im Erzbistum Hamburg. St. Maria gehört darüber hinaus zu den ältesten Kirchen unserer Diözese.

Der Stadtteil Harburg war bis 1937 eine eigenständige Stadt, die zwar eine mittelalterliche Gründung war und von der Industrialisierung geprägt wurde. Bis heute sind der Hafen, die nahe gelegenen Airbuswerke, die Raffinerien und die Phoenixwerke (Industriegummi) die wichtigsten Arbeitgeber dieser Region.

Bis zum Anschluss an Hamburg gehörte Harburg zu Preußen und genoss daher relativ früh Religionsfreiheit. Für die vielen neu hinzugezogenen Arbeiter aus katholischen Gebieten, vor allem aus Polen, dem Rheinland und Österreich-Ungarn wurde 1864 eine katholische Kirche, St. Maria, gebaut. 1913 folgte dann die Franz-Joseph-Kirche in Wilstorf, die durch ihr Äußeres die Katholiken an ihre böhmisch-österreichische Herkunft erinnern sollte. In den 70er Jahren wurde St. Franz-Joseph eine eigenständige Pfarrei.

Von Anfang an gehörten zu St. Maria und St. Franz-Joseph die Katholische Schule Harburg und das Krankenhaus Mariahilf, das jedoch im Jahr 2007 von den Vinzentinerinnen an ein Privatunternehmen verkauft worden ist. In den 70er Jahren entstanden außerdem die Kindertagesstätte St. Franziskus und das Alten- und Pflegeheim St. Vinzenz (heute Seniorenwohnanlage). Jüngste katholische Einrichtung in unserer Pfarrei ist das katholische Niels-Stensen-Gymnasium, das mittlerweile Schüler bis zur 12. Klasse beherbergt und sich einer großen Beliebtheit erfreut.

Unsere Pfarrei zeichnet sich aus durch eine insgesamt sehr volkskirchliche Ausrichtung mit großen Festen, einem ausgeprägten Andachtswesen, gut besuchten Sonntagsmessen und einem starken katholischen Profil.

Der Ausländeranteil beträgt 32%. Die stärkste Gruppe bildet die polnische Mission, gefolgt von der portugiesischen Mission. Beide Missionen sind bei uns zu Hause und nehmen Teil an unserem Gemeindeleben.

Die ökumenische Zusammenarbeit beschränkt sich bei uns nicht nur auf die Evangelische Kirche, sondern besteht auch zu den Orthodoxen Kirchen. Wir gewähren sowohl der syrisch-orthodoxen als auch der griechisch-orthodoxen Gemeinde in unseren Kirchen und Gemeinderäumen Gastfreundschaft, so dass sie hier ihre Gottesdienste und Gemeindetreffen abhalten können.

Der damalige Pfarrer Peter Wohs ist Februar 2002 in die St. Franz-Joseph-Gemeinde gekommen und übernahm zusätzlich nach dem Ausscheiden von Domkapitular Heribert Brodmann in den Ruhestand im Mai 2005 die St. Maria-Gemeinde. Zu Beginn des Jahres 2006 fusionierten dann die beiden Gemeinden und es entstand die größte Katholische Pfarrei St. Maria – St. Joseph im Erzbistum Hamburg.

Als Schwerpunkte haben sich herauskristallisiert eine bunte Vielfalt liturgischer Gottesdienstfeiern, gemeindekatechetische Bemühungen in der Sakramentenvorbereitung, ein starkes soziales Engagement für arme und bedürftige Menschen (die Suppenküche), die Unterstützung in Not geratener Familien (Mutter und Kind Förderkreis), die Förderung der Kinder- und Jugendarbeit und die Zusammenarbeit mit der Kindergarten St. Franziskus, der Kath. Schule Harburg und dem Niels-Stensen-Gymnasium. Im Blick haben wir weiter die Erweiterung der Pfarrcaritas- und Seniorenarbeit als auch die Erwachsenenbildung. Weiter sind wir dabei unsere Öffentlichkeitsarbeit vielfältiger und besser werden zu lassen.

Kontakte in die weite Welt sind uns ebenfalls wichtig. So unterstützen wir durch den Verkauf von Eine-Welt-Artikeln in unserer Gemeinde, die pastoralen Projekte von Bischof Dr. Wüstenberg in Südafrika (Aliwal) und in Argentinien das Milchbecherprojekt im Bistum Iguazo in der Provinz Missiones.